Die Ausgangslage

Sehr viele landschaftlich schöne Gegenden in ganz Deutschland leiden von Frühling bis Herbst unter dem unerträglichen Lärm, den frisierte oder zu schnelle Motorräder verursachen.

Bundesweit gab und gibt es viele Aktionen und Aktivitäten von einzelnen Akteuren wie Polizei, Kommunen und Regionen, der Bevölkerung und auch von diversen Motorradvereinigungen, die bisher kaum eine Verbesserung der Situation erreicht haben.

Die Initiative SILENT RIDER

Erstmalig soll nun mit dieser bundesweiten Initiative gegen unnötigen Motorradlärm ein Zusammenschluss aller betroffenen Akteure stattfinden, damit Kräfte gebündelt und Symbiosen geschaffen werden, um Veränderungen herbei zu führen.

Dabei haben sich acht betroffene Kernkommunen zum Arbeitskreis Nationalpark Eifel gegen Motorradlärm zusammengeschlossen (Bad Münstereifel, Heimbach, Hürtgenwald, Nettersheim, Nideggen, Roetgen, Schleiden und Simmerath) und die Kampagne “Silent Rider” ins Leben gerufen.
In der Zwischenzeit haben viele weitere Kommunen und Interessengemeinschaften ihr großes Interesse an der Initiative bekundet und sind dem gegründeten Verein Silent Rider e. V. beigetreten.

Die ZIELE

Ziel der Kampagne ist es, gemeinsam mit allen betroffenen Kommunen, Regionen und Zielgruppen auf die umfassende Problematik des Motorradlärms in vielen Teilen Deutschlands hinzuweisen.

Die Thematik soll damit in die breite Öffentlichkeit getragen und die Politik für die Wichtigkeit dieses umfassenden Problems sensibilisiert werden, um endlich eine Verbesserung für die vielen Menschen und Personengruppen zu erwirken.

Wir wünschen uns ein Umdenken des kleinen Anteils der “schwarzen Schafe” unter den Motorradfahrern, mehr gegenseitigen Respekt zwischen allen Parteien und plädieren für ein verantwortungsvolles Miteinander und Rücksichtnahme.

Unser Forderungskatalog

Mit den folgenden wichtigen Punkten möchten wir die Politik und die Hersteller in die Verantwortung nehmen:

  • Eine spürbare Erhöhung der Bußgelder für Verstöße jeglicher Art
  • Die Möglichkeit der sofortigen Stilllegung des Fahrzeugs bei nicht genehmigten Veränderungen
  • Die Einführung einer Halterverantwortung
  • Die Einführung von gerichtsfesten Lautstärkemessverfahren
  • Ein generelles Verbot von geräuschverstärkendem Sounddesign
  • Die Einführung einer Schallobergrenze
  • Die Nachrüstung aller Auspuffanlagen, die diese Grenze überschreiten
  • Die Einrichtung von Verkehrsruhezonen in Naturschutz- und Wohngebieten
  • Eine staatliche Förderung für E-Motorräder


Der Silent Rider Forderungskatalog mit Erläuterungen zu den einzelnen Punkten_Mai 2020 [pdf, 88 KB]